Auslandsversand sauber abrechnen – ohne Nachfragen beim Kunden
Wer ins Drittland verkauft, kennt das: Ab einem bestimmten Warenwert wird eine zollrechtliche Ausfuhranmeldung nötig, schwere Sendungen gehen als Sperrgut raus, und für die Schweiz oder Norwegen fehlt am Ende die Identifikationsnummer des Empfängers. Solche Kosten und Angaben lassen sich im JTL-Shop bisher nicht sauber abbilden – man legt Pauschalen in die Versandkosten oder klärt sie hinterher per E-Mail.
Tacweb Versandzuschlag erledigt beides automatisch im Bestellvorgang.
Zuschläge, die nur dann greifen, wenn sie sollen
Sie legen Regeln an und wählen je Regel aus, für welche Versandarten sie gelten – beliebig viele, per Mehrfachauswahl. Ausgelöst wird ab einem Warenwert, ab einem Gewicht oder ab beidem, wahlweise mit UND- oder ODER-Verknüpfung. Zusätzlich lassen sich Regeln auf bestimmte Lieferländer und Kundengruppen begrenzen.
Ein Beispiel: Ab 1.000 € Warenwert bei Versand in die Schweiz kommen pauschal 400 € für die Ausfuhranmeldung dazu. Diese Regel ist in zwei Minuten angelegt.
Der Kunde versteht, wofür er zahlt
Der Zuschlag erscheint als eigene Position direkt unter den Versandkosten – im Warenkorb wie im Bestellabschluss. Darunter steht Ihr eigener Erklärtext, zum Beispiel:
Ab einem Warenwert von 1.000,00 € ist für diese Sendung eine zollrechtliche Ausfuhranmeldung erforderlich. Die Abwicklung berechnen wir pauschal mit 400,00 €.
Platzhalter für Schwelle, Gewicht und Betrag setzen die Werte automatisch ein. Bei mehrsprachigen Shops pflegen Sie Bezeichnung und Text je Sprache.
Weil die Versandart erst im Bestellvorgang feststeht, können Sie den Kunden schon im Warenkorb vorwarnen – mit einem frei formulierten Hinweis, der erscheint, sobald Warenwert oder Gewicht die Schwelle erreichen.
Pflichtangaben für die Verzollung
Für Sendungen in die Schweiz oder nach Norwegen verlangt der Zoll Angaben, die der Shop nicht kennt. Das Plugin fragt sie im letzten Schritt des Bestellvorgangs ab – abhängig von Versandart, Lieferland und Kundengruppe. Ohne gültige Eingabe wird die Bestellung nicht abgeschlossen.
Geprüft wird nicht nur, ob das Feld ausgefüllt ist, sondern das tatsächliche Format inklusive Prüfziffer:
- CHE-Nummer (Schweiz) – Modulo-11-Prüfziffer nach dem Standard eCH-0097
- Organisasjonsnummer (Norwegen) – Modulo-11-Prüfziffer
- EORI-Nummer
- Eigener Ausdruck für alles Weitere
Tippfehler fallen so sofort auf – und nicht erst, wenn die Sendung im Zoll liegt. Die Angabe wird als Bestellattribut gespeichert und geht mit der Bestellung an die JTL-Wawi, wo Sie sie für die Zollpapiere brauchen.
Weitere Möglichkeiten
- Staffeln: Mehrere Regeln hintereinander, etwa ab 1.000 € 400 € und ab 5.000 € 700 €. Wahlweise greift nur die erste passende Regel oder alle addieren sich.
- Brutto oder netto: Der Betrag lässt sich in beiden Formen eintragen.
- Steuersatz: Folgt automatisch Ihrer Shop-Einstellung für Versandkosten – inklusive anteiliger Aufteilung bei gemischten Steuersätzen. Alternativ legen Sie eine feste Steuerklasse fest.
- Buchhaltung: Der Zuschlag zählt zu den Versandkosten der Bestellung, genau wie der eingebaute PLZ-Zuschlag des Shops.
Technisches
| Shop-Version | JTL-Shop 5.5 und neuer |
| Templates | NOVA und davon abgeleitete Templates – keine Template-Änderung nötig |
| Wawi | Zuschlag als Versandkosten, Pflichtangaben als Bestellattribut |
| Sprachen | Alle Texte je Shopsprache pflegbar |
| Lizenz | Gilt für eine Shop-Domain |
Die Einrichtung läuft komplett über einen eigenen Bereich im Backend – mit Anleitung, Beispielen und ohne Eingriff in Ihre Template-Dateien.